Geduld als Kapital: Nachfolge braucht Haltung, nicht nur Eigenkapital

Antonius de Salis, Gründungspartner von Pina Capital, hat ein klares Bild davon, was gelingende Nachfolge von gescheiterter unterscheidet. Im zwölften Teil unserer Serie im Vorfeld des New Mittelstand Summit 26 bringt er eine Perspektive ein, die so selten klar ausgesprochen wird: Kapital ist nicht das Problem. Kapital ohne unternehmerische Ausrichtung schon. Und ein Nachfolger ohne echtes Interesse an den Menschen hinter dem Unternehmen wird scheitern – egal wie überzeugend sein Lebenslauf klingt.

1. WARUM SCHEITERN NACHFOLGEN SCHON VOR DEM KAUF?

Nachfolge scheitert oft an unrealistischen Erwartungen, fehlender Transparenz und mangelndem Verständnis für die jeweilige Motivation. Sie gelingt dort, wo früh Vertrauen entsteht, offen kommuniziert wird und die kulturelle Passung stimmt.

2. WIE VIEL KAPITAL BRAUCHT EINE FUNKTIONIERENDE NACHFOLGE-ÖKONOMIE?

Eine funktionierende Nachfolge braucht ausreichend, geduldiges Kapital mit klarem unternehmerischem Fokus und - falls vorhanden - abgestimmten Co-Investoren. Kapital wird dann problematisch, wenn unterschiedliche Interessen oder kurzfristige Renditeziele die gemeinsame Linie schwächen und damit CEO und Management ausbremsen.

„Kaufpreis und Lebenslauf öffnen Türen – aber entscheidend sind Charakter, Umsetzungsstärke und echtes Interesse am Unternehmen und seinen Menschen.”

Antonius de Salis (Pina Capital)

3. WAS SUCHT DER MITTELSTAND WIRKLICH?

Der Mittelstand sucht unternehmerische Haltung, Verlässlichkeit und langfristige Perspektive. Kaufpreis und Lebenslauf öffnen Türen, aber entscheidend sind Charakter, Umsetzungsstärke und echtes Interesse am Unternehmen und seinen Menschen.

Vielen Dank an Antonius von Salis für seine Perspektive auf die drei Leitfragen für den zwölften Teil dieser Serie. Diese diskutieren wir vertieft am New Mittelstand Summit 2026. In den kommenden Wochen teilen wir hier sowie auf LinkedIn weitere Partner-Stimmen, um mit allen Interessierten den Diskurs zur Nachfolge-Ökonomie zu führen.

Wie siehst Du das: Wird Kapital in der Nachfolge-Ökonomie unterschätzt – oder überschätzt? Und woran erkennst Du als Übergeber die richtige Haltung? Teile Deine Perspektive hier in den Kommentaren oder diskutiere mit uns auf LinkedIn #NewMittelstand #NMS26

Weiter
Weiter

Der Unterschied zwischen Kaufen und Führen, oder: Warum Transaktionsmanager scheitern