Vom Gestern ins Morgen: Wie der Mittelstand seine Marke zukunftsfähig macht.
Zwischen dem Unternehmen von gestern und dem Unternehmen von morgen liegt oft nur eine Nachfolge und die entscheidet, ob das eine ins andere überführt wird oder verloren geht. Enrico Ohnemüller Co-Founder & CEO von bunch capital investiert bewusst in Unternehmen, die an genau dieser Schwelle stehen. Sein Ansatz: Moderne Unternehmensführung und mittelständische DNA schließen sich nicht aus. Sie müssen aber aktiv zusammengebracht werden.
1. Warum scheitern Nachfolgen schon vor dem Kauf?
Scheitern ist oft die Folge mehrere „Mismatches“ - zwischen historischer Cashflow-Logik und modernen EBITDA-Multiples, gepaart mit einem kulturellen Clash zwischen traditionellen Gründerwerten und einem Investoren-geprägten Wachstums-Mindset. Und letztendlich die große Hürde eine im Gestern verhaftete Marke emotional und operativ in eine zukunftsfähige Sprache zu übersetzen, ohne das Lebenswerk des Abgebers zu entwerten.
2. Wie viel Kapital braucht eine funktionierende Nachfolge-Ökonomie?
Es mangelt in Europa nicht an Kapital, sondern an dessen Mobilisierung: Um einen echten „European Dynamism“ zu entfachen, muss privates Vermögen konsequenter aus der Statik in den Private-Asset-Markt befreit werden (und an der darunterliegenden Infrastruktur arbeiten wir bei bunch). Von einer gefährlichen Überhitzung sind wir meiner Meinung nach weit entfernt.
"Der Mittelstand sucht keine bloßen Käufer, sondern echte Unternehmer, die das Geschäft als Marathon und nicht als Sprint begreifen."
Enrico Ohnemueller (bunch capital)
3. Was sucht der Mittelstand wirklich?
Der Mittelstand sucht keine bloßen Käufer, sondern echte Unternehmer, die das Geschäft als Marathon und nicht als Sprint begreifen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Enrico Ohnemueller für seine Perspektive auf die drei Leitfragen. Diese diskutieren wir vertieft am New Mittelstand Summit 2026. In den kommenden Wochen teilen wir hier sowie auf LinkedIn weitere Partner-Stimmen, um mit allen Interessierten den Diskurs zur Nachfolge-Ökonomie zu führen.
Wie siehst Du das? Wo erlebst Du persönlich diese kulturellen Clashes zwischen Gründerwerten und Investoren-Mindset – und wie lassen sie sich überbrücken? Und: Hältst Du die europäische Kapitalverfügbarkeit wirklich für ausreichend? Teile Deine Perspektive hier in den Kommentaren oder diskutiere mit uns auf LinkedIn #NewMittelstand #NMS26